Heilbronn: Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung eröffnet pünktlich zum Semesterstart

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Nach nur eineinhalb Jahren Bauzeit wurde der Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung in Heilbronn am 30. September 2011 pünktlich zum Semesterstart eröffnet. Als General Construction Manager war Drees & Sommer verantwortlich für sämtliche Planungs- und Bauprozesse. Dazu gehörten alle Fachplanungs-, Ausschreibungs-, und Bauleitungsaufgaben ebenso wie die Koordination der Schnittstellen zwischen den Beteiligten, beispielsweise Architekten, Baufirmen und Behörden. "Für uns als gemeinnützige Stiftung war es besonders wichtig, dass wir unsere Vorstellungen und die der Bildungseinrichtungen in die Planung und den Bau des einmaligen Bildungscampus einbringen konnten. Deshalb hatte dieses Abwicklungsmodell für uns viele Vorteile. Neben der Planung aus einer Hand gehörte dazu vor allem auch die Wirtschaftlichkeit des Bauprozesses", so Dr. Erhard Klotz, Geschäftsführer der Dieter Schwarz Stiftung gGmbH.

Der Bildungscampus in Heilbronn vereint die German Graduate School of Management and LAW (ggs), die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) sowie die Akademie für innovative Bildung und Management (aim) auf einem 1,6 Hektar großen Gelände. Zudem befinden sich dort das Bildungscampus Forum mit gemeinschaftlich genutzter Bibliothek, Cafeteria und Mensa sowie eine Aula mit 400 Sitzplätzen. Das einzige Bestandsgebäude auf dem Areal ist das Hofkammergebäude, der künftige Sitz der Dieter Schwarz Stiftung. Die Bildungseinrichtungen, in denen ab 1. Oktober 2011 über 1.000 Menschen lernen und arbeiten werden, sind einheitlich mit hochwertigen Klinkerfassaden ausgestattet.

General Construction Management: Gesamtverantwortung für Planung und Bau
Drees & Sommer begleitete die Dieter Schwarz Stiftung bereits seit 2007 bei dem Projekt Bildungscampus. Mit einer Machbarkeitsstudie sowie einer detaillierten Standortuntersuchung haben die Experten das heutige Gelände an der Mannheimer Straße als geeigneten Standort empfohlen. Im September 2008 beauftragte der Bauherr das Unternehmen mit General Construction Management. In dem neuen Abwicklungsmodell von Drees & Sommer wird die Verantwortung für das gesamte Bauvorhaben an den General Construction Manager übertragen, beispielsweise übernimmt dieser auch sämtliche Planungsrisiken. Zudem erbringen die Experten Wettbewerbs-
organisation, Projektmanagement, Nutzermanagement, Facility Management Consulting, Systemplanung, Bauphysik und Ausstattungsplanung. Diese Verbindung von ökonomischen, nutzer- und prozessorientierten sowie ökologischen Aspekten bei Bauvorhaben macht den "blue way" von Drees & Sommer aus.

Nutzeranforderungen bereits in der Planung integriert
Die Anforderungen der Nutzer wurden bereits in der Planung verankert. So wurde beispielsweise zwischen der Dualen Hochschule und der Akademie für Bildung und Management eine Verbindungsbrücke errichtet, welche die gemeinsame Nutzung der Räume ermöglicht. Großen Wert legte die Dieter Schwarz Stiftung auf die Funktionalität des Bildungscampus. So gibt es für die Studierenden und Lehrenden sowie für die Mitarbeiter eine zentrale Bibliothek. Gemeinsam genutzt werden auch die Mensa sowie die Aula für Veranstaltungen. Zudem konnten wichtige Aspekte der Bewirtschaftung von Anfang an in das Konzept integriert werden. Dies betrifft beispielsweise die Reinigung der Glasdächer: Durch das frühe Wissen um die spätere operative Umsetzung konnte der Bodenbelag so gewählt werden, dass er den Anforderungen, dort Hubsteiger einzusetzen, gewachsen ist. Eine Umplanung zu einem späteren Zeitpunkt hätte erhebliche Kosten verursacht. Auch bei der Auswahl der Materialien waren die Lebenszykluskosten ausschlaggebend. Es wurden beispielsweise strapazierfähige Bodenbeläge wie etwa Basalt  gewählt, der als besonders langlebig gilt. Die Wärmeversorgung aller Neubauten erfolgt über eine Holzhackschnitzelanlage, die alternativ auch mit Pellets betrieben werden kann. Auf zukünftige Preisentwicklungen lässt sich damit flexibel reagieren.

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